HeimatUnternehmer Forum 2026 in Riedenburg

Netzwerk HeimatUnternehmen Oberpfälzer Wald mit Svenja und Gerhard Jander vor Ort

„Menschen schaffen regionale Werte“ – unter diesem Leitgedanken kamen am 25. und 26. Juni 2026 HeimatUnternehmerinnen und HeimatUnternehmer aus ganz Bayern im Riedenburger Brauhaus zusammen. Zwei Tage lang ging es um die Frage, wie aus unternehmerischem Handeln vor Ort echter HeimatMehrWert entsteht. Der Ort war dabei selbst schon Programm: Die Brauerei der Familie Krieger, in den 1980er-Jahren Biopionier, hat gerade ein komplett neues Brauhaus gebaut – mit Beton, der 70 % weniger CO₂ verursacht, und einem Brauprozess, der zu 100 % mit erneuerbaren Energien läuft.

Das Netzwerk Oberpfälzer Wald war dabei
Für das Netzwerk HeimatUnternehmen Oberpfälzer Wald waren Svenja und Gerhard Jander gemeinsam mit HeimatEntwicklerin Doris Völkl in Riedenburg vertreten. Sie nutzten die beiden Tage nicht nur, um Impulse mitzunehmen, sondern vor allem, um Kontakte zu knüpfen und Anknüpfungspunkte für die eigene Region zu finden – genau das ist die Aufgabe eines Netzwerks: Menschen und Ideen zusammenbringen, die sonst nicht voneinander erfahren würden.

Donnerstag: Vertrauen, Begeisterung und Mut zur Veränderung

  • Die HeimatEntwickler Julia Träger und Felix Schmidl zeigten gemeinsam mit dem Team des Regionalladens „Fürst & Feld“ aus Bad Kissingen, wie aus Vertrauen und Begeisterung eine ganze regionale Bewegung entstehen kann.
  • Albert Lochbrunner aus dem Allgäu erzählte, wie er als früherer IT-Fachmann den elterlichen Milchviehbetrieb übernommen und zu einer Erlebnislandschaft mit revitalisierten Gewässern, Hecken und einem Klangraum weiterentwickelt hat.
  • Weitere Beiträge kamen unter anderem vom Landschaftspflegeverband Kelheim, von der Dorfgemeinschaft Pischelsdorf mit ihrem geretteten Wirtshaus „Fanni“, von Roland Pongratz und seinem Volksmusikfestival „drumherum“ sowie von Hans Bögl (Firmengruppe Max Bögl).

Freitag: Bildung, Landschaft, Handwerk

  • Beim gemeinsamen Frühstück im Biergarten stellte Stephan Müller den „Learning Campus“ vor – 14 Waldkindergärten und 10 offene Ganztagsschulen in der nördlichen Oberpfalz, mit über 100 Mitarbeitenden.
  • Beim „Walk and Talk“ entlang der Altmühl gab Landschaftsgärtner Christoph Wegner einen Kurzimpuls dazu, wie er mit Dorfgemeinschaften und Vereinen identitätsstiftende Gärten und Landschaften anlegt.
  • Bäcker und Brotsommelier Daniel Frank führte durch seinen Riedenburger Betrieb und machte seine Leidenschaft für gutes Brot erlebbar.
  • Gestalter und Steinmetz Günter Schinn zeigte ausgewählte Werke in der Umgebung.

Was wir mitnehmen

Das Forum hat einmal mehr gezeigt: Es sind selten die großen Konzepte, die eine Region verändern, sondern Menschen, die anfangen – und andere mitnehmen.